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Cover: Schöpfungsrausch: Warum Gründen im KI-Zeitalter süchtig macht

Sachbuch

Schöpfungsrausch: Warum Gründen im KI-Zeitalter süchtig macht

Mit KI erzeugt
Gesundheit & Körperca. 16 Min.

Manche Gründer setzen sich morgens an den Schreibtisch und schauen erst auf, wenn es draußen dunkel ist – nicht aus Pflichtgefühl, sondern weil sie schlicht nicht aufhören können. Was genau passiert in diesem Zustand, und warum erleben gerade jetzt so viele Unternehmer ihre Arbeit als das Beglückendste, das sie je getan haben? Die Antwort liegt tiefer, als die meisten vermuten – und hat wenig mit Geld oder Erfolg zu tun.

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Der Sog am frühen Morgen

Kapitel 1 von 1 · gesamt 0:00 / 3:15

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Tempo
Schlummer

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So, willkommen zurück, schön, dass ihr wieder dabei seid. Jakob, du siehst aus, als hättest du heute Nacht nicht viel geschlafen.

[laughs] Erwischt. Aber nicht, weil ich schlecht geschlafen hab, sondern weil ich gestern Abend an irgendwas dran war und einfach nicht aufhören konnte.

Oh, das kenn ich. Was war's denn diesmal?

Och, so ein kleines Programmierprojekt, total nebensächlich eigentlich. Und plötzlich ist es zwei Uhr nachts. Aber genau das passt eigentlich perfekt zu dem, was wir heute besprechen.

Ah, also Übergang mit Ansage. Was haben wir denn heute?

Ich hab da was recherchiert, und ich bin ehrlich gesagt ein bisschen geflasht.

Oh, erzähl!

Also, stell dir mal diesen Menschen vor. Ein Gründer, früher Morgen, vielleicht halb sieben. Er setzt sich an den Schreibtisch, nur kurz, sagt er sich, nur eine Sache noch fertig machen.

Klassiker. Dieses „nur kurz".

Genau. Und dann fängt er an zu bauen. An seinem Produkt, an seiner Idee. Und irgendwann klingelt das Telefon, und er hört es nicht mal richtig.

Warte, er ignoriert es nicht aktiv, er nimmt's gar nicht wahr?

Genau das ist der Punkt. Es ist nicht Disziplin. Es ist Versunkenheit. Er guckt irgendwann hoch, und es ist später Nachmittag.

Puh. Stunden, einfach weg.

Verflogen. Und das Verrückte ist: Er ist nicht erschöpft. Er ist beschwingt. Er würde am liebsten direkt weitermachen.

Okay, das ist tatsächlich ein bisschen unheimlich, wenn man drüber nachdenkt. Weil man bei „Arbeit" ja eher denkt, man zählt die Minuten bis zum Feierabend.

Eben! Das ist ja das Gegenteil von dem, was wir mit Arbeit verbinden. Und meine Frage, die ich mir gestellt hab, war: Was passiert da eigentlich in diesem Menschen?

Und du meinst, das ist gerade jetzt besonders ausgeprägt?

Das ist genau der Knackpunkt. Es gibt offenbar gerade eine ganze Welle von Gründern, von Leuten, die Technologie bauen, die ihre Arbeit erleben wie... fast wie ein Rausch. Und die Frage ist: Warum gerade jetzt?

Hm. Mein erster Reflex wäre ja: Geld. Die wittern das große Ding, den nächsten Milliarden-Exit.

Das hab ich auch zuerst gedacht. Oder Ruhm, der nächste gefeierte Star der Tech-Szene. Aber je tiefer ich gegraben hab, desto klarer wurde: Das ist es nicht. Oder zumindest nicht das Entscheidende.

Echt? Also nicht das fette Bankkonto am Ende?

Nein. Denn dieses Glücksgefühl ist ja schon da, mitten in der Arbeit, lange bevor irgendein Erfolg eintritt. Das Geld kommt vielleicht nie. Der Ruhm vielleicht auch nicht. Und trotzdem sitzen die Leute morgens da und können nicht aufhören.

Okay, das ergibt Sinn. Wenn die Belohnung am Ende läge, würde man die ganze Zeit davor leiden. Aber die leiden ja offensichtlich nicht.

Genau. Die Antwort liegt also tiefer. Irgendwo zwischen Psychologie und Hirnforschung. Und es gibt tatsächlich Wissenschaftler, die genau dieses Gefühl seit den fünfziger Jahren erforschen.

Warte, seit den Fünfzigern? Also lange bevor es überhaupt Computer auf jedem Schreibtisch gab?

Lange vorher. Und einer von ihnen hat einen Begriff geprägt, den du garantiert schon mal gehört hast.

Jetzt machst du's aber spannend. Und dann? Wie ging es weiter?

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