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Cover: Nele, Ben und das verschwundene Leuchtturm-Licht

Belletristik

Nele, Ben und das verschwundene Leuchtturm-Licht

Mit KI erzeugt
KinderAb 6 Jahrenca. 24 Min.

Als Nele und Ben am Abend am Strand spazieren, fällt ihnen etwas Seltsames auf: Der alte Leuchtturm in der Bucht liegt im Dunkeln. Gemeinsam mit dem freundlichen, aber rätselhaft betrübten Leuchtturmwärter Herrn Hannes machen sie sich auf die Suche nach dem verschwundenen Licht – und steigen dabei eine knarrende Treppe hinauf, die sie zu einem ganz besonderen Geheimnis führt.

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Das dunkle Haus am Meer

Kapitel 1 von 1 · gesamt 0:00 / 4:46

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Tempo
Schlummer

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Zum Mitlesen: Das dunkle Haus am Meer

Es war später Abend an einer kleinen Bucht am Meer. Die Sonne war schon untergegangen, und der Himmel leuchtete in einem dunklen Blau. Über den Sand spazierten zwei Kinder. Vorne lief Nele. Sie war neun Jahre alt, hatte braune Zöpfe und trug eine rote Jacke, deren Kapuze im Wind flatterte. Hinter ihr stapfte ihr Bruder Ben. Er war ein Jahr jünger, hatte zerzauste blonde Haare und eine Taschenlampe in der Hand, die er fest umklammert hielt. Komm schon, Ben! Schau mal, wie weit man hier sehen kann. Das Meer ist heute Abend ganz still. Ich komme ja schon. Aber es wird langsam dunkel, Nele. Vielleicht sollten wir umkehren. Ach, nur noch ein kleines Stück. Spürst du den Wind? Der riecht nach Salz und Abenteuer. Er riecht nach Fisch, würde ich sagen. Und nach kalten Füßen. Nele lachte und sprang über eine kleine Welle, die ihr fast die Schuhe nass gemacht hätte. Ben hielt seine Taschenlampe ein bisschen fester und folgte ihr. Der Sand knirschte unter ihren Schuhen, und der Wind strich ihnen sanft durch die Haare. Da, am Ende der Bucht, wo die Felsen aus dem Wasser ragten, erkannten die beiden plötzlich einen großen, dunklen Schatten. Ben! Schau mal dort vorne. Siehst du das auch? Was denn? Ich sehe nur Felsen und ganz viel Dunkelheit. Nein, dahinter. Das ist ein Turm. Ein richtig hoher Turm! Ich glaube, das ist ein Leuchtturm. Und tatsächlich. Vor ihnen erhob sich ein alter Leuchtturm. Er war hoch und schmal und ragte in den dunkelblauen Himmel. Daneben stand ein kleines Haus mit einem spitzen Dach und einem verwitterten Schornstein. Doch etwas war seltsam. Ganz oben, wo das Licht des Leuchtturms hell über das Meer strahlen sollte, war alles dunkel. Kein Schein, kein Funkeln, gar nichts. Ein Leuchtturm. Aber Nele, der leuchtet ja gar nicht. Ist das nicht komisch? Du hast recht. Ein Leuchtturm soll doch leuchten. Sonst können die Schiffe in der Nacht den Weg nicht finden. Warum ist er denn so dunkel? Vielleicht wohnt da niemand mehr. Vielleicht ist er einfach alt und kaputt. Aber schau, im Haus brennt ein winziges Licht. Ganz schwach, hinter dem Fenster. Da ist jemand, Ben. Ganz bestimmt. Nele hatte gute Augen. Wirklich, hinter dem unteren Fenster des kleinen Hauses flackerte ein warmes, gelbes Licht. Es sah aus wie eine Kerze oder eine kleine Lampe. Nele spürte, wie ihr Herz schneller schlug. Nicht vor Angst, sondern vor Neugier. Sie liebte Geheimnisse mehr als alles andere. Komm, wir gehen näher ran. Ich will wissen, warum dieser Leuchtturm nicht leuchtet. Müssen wir das wirklich? Es ist dunkel, und wir kennen das Haus gar nicht. Genau deshalb! Vielleicht braucht da jemand Hilfe. Hab keine Angst, ich bin doch bei dir. Und du hast deine Taschenlampe. [sighs] Na gut. Aber wenn irgendetwas knarrt, dann laufe ich zurück. Versprochen ist versprochen. Die beiden Kinder stapften über den Sand, hinauf zu einem schmalen Pfad, der zum Haus führte. Je näher sie kamen, desto größer wirkte der Leuchtturm über ihnen. Vor dem Garten stand ein altes Holztor. Es war windschief und mit grüner Farbe bemalt, die schon halb abgeblättert war. Ben knipste seine Taschenlampe an, und der Lichtstrahl tanzte über das alte Tor. Hast du das gehört? Das Tor hat geknarrt. Ganz von allein! Das war doch nur der Wind, Ben. Schau, das Tor ist gar nicht richtig zu. Es wackelt nur ein bisschen hin und her. Trotzdem. Mir wird ganz kribbelig im Bauch. Mir auch. Aber das ist ein gutes Kribbeln. So ein richtiges Abenteuer-Kribbeln. Los, wir gehen durch das Tor und klopfen an die Tür. Nele legte ihre Hand auf das alte Holztor. Es war kalt und ein wenig feucht vom Abendnebel. Vorsichtig drückte sie dagegen, und langsam schwang das Tor auf. Dahinter lag ein kleiner, verwilderter Garten mit hohem Gras und ein paar windschiefen Blumen. Ein schmaler Weg aus Steinen führte direkt zur Haustür, über der das schwache, gelbe Licht flackerte. Nele und Ben sahen sich an. Dann holten sie tief Luft und gingen Schritt für Schritt auf das geheimnisvolle Haus zu.

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