
Belletristik
Fünf Blonde in Schweden
Mit KI erzeugtAls eine deutsche Familie mit drei quicklebendigen Töchtern ihr rotes Ferienhaus am schwedischen See bezieht, haben sie vor allem eines nicht auf dem Plan: ständig für echte Schweden gehalten zu werden. Zwischen Elchsuche, Flohmärkten und Papas unvermeidlichen Wortwitzen wartet ein ganz besonderes Sommerrätsel auf seine Lösung – und der Schuldige hat Flügel.
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Ankunft im roten Haus
Kapitel 1 von 1 · gesamt 0:00 / 4:18
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Der Wagen holperte über einen schmalen Waldweg, und dann, ganz plötzlich, lag es vor ihnen: ein rotes Holzhaus am Ufer eines glitzernden Sees. Die Wände leuchteten so warm und rot wie reife Erdbeeren, die Fensterrahmen waren weiß wie frische Sahne, und vor der Tür wuchsen kleine gelbe Blumen im Gras. Der See dahinter funkelte in der Nachmittagssonne, als hätte jemand tausend winzige Sterne ins Wasser geworfen.
„Da ist es!", rief Papa und sprang aus dem Auto. Er war ein großer, sportlicher Mann mit breiten Schultern, kurzen blonden Haaren und einer leicht rot verbrannten Nase. In seinen Händen hielt er eine riesige Landkarte, so groß wie ein Bettlaken. „Familie, wir sind angekommen! Nach nur drei falschen Abzweigungen und einem freundlichen Kreisverkehr, den wir zweimal begrüßt haben."
Mama stieg lachend aus. Ihre mittellangen blonden Haare wehten im Wind, und ihre Sonnenbrille saß auf ihrem Kopf. „Zweimal war der Kreisverkehr wirklich freundlich", sagte sie. „Beim dritten Mal hätte er uns fast zum Kaffee eingeladen."
Papa faltete die Karte, doch die Karte wollte nicht gefaltet werden. Sie knisterte und knatterte und wickelte sich um seine Arme wie ein wildes Segel. „Warte, warte", murmelte er, „ich hab dich gleich." Aber die Karte hatte ihn längst. Halb blind stolperte er zur Haustür, sein Fuß blieb an der Türschwelle hängen, und mit einem großen „Hoppla!" fiel er kopfüber ins rote Haus hinein.
Für einen Augenblick war es ganz still. [pauses] Dann tauchte Papas Kopf zwischen dem Papier auf, und er strahlte. „Seht ihr", rief er, „ich falle immer mit der Tür ins Haus!"
Alle stöhnten und lachten im selben Moment. „Papa!", riefen die Kinder, und Mama schüttelte nur den Kopf und musste doch kichern.
Da öffnete sich am Nachbarhaus ein Fenster. Eine ältere Frau mit einer geblümten Schürze winkte fröhlich herüber und rief etwas. Es klang weich und singend, mit vielen runden Wörtern, die auf und ab hüpften wie kleine Bälle. „Hej hej! Vilka fina blonda barn!", sagte sie und lächelte über das ganze Gesicht.
Papa richtete sich auf, nickte freundlich und winkte zurück. „Ja, ja", sagte er und nickte noch einmal, „genau, ganz bestimmt." Die Frau strahlte, winkte noch einmal und schloss zufrieden ihr Fenster.
„Was hat sie gesagt?", flüsterte Hanne.
Papa legte einen Finger ans Kinn und dachte tief nach. [clears throat] „Also", sagte er dann würdevoll, „ich habe alles verstanden. Nur nicht die Wörter."
Lene verdrehte die Augen, so weit sie nur konnte. Sie war elf Jahre alt und schon fast so groß wie Mama. Ihre langen glatten blonden Haare trug sie offen, und über ihrem T-Shirt hatte sie – schon wieder – ein langes Leinenshirt von Mama angezogen, das ihr fast bis zu den Knien reichte. „Sie hält uns bestimmt für Schweden", sagte Lene, „weil wir alle so blond sind." Dann zog sie ein kleines Notizbuch aus der Tasche, klappte es auf und schrieb mit ernster Miene den ersten Satz: „Tag eins. Papa fällt ins Haus. Nachbarin denkt, wir sind Schweden."
Hanne war schon längst durch die Tür geflitzt. Das Erste, was das kleine Mädchen im rot-weiß gestreiften Kleid tat, war, den Spiegel im Flur zu suchen. Sie stellte sich auf die Zehenspitzen, prüfte ihre beiden kleinen blonden Zöpfchen und drehte den Kopf hin und her. „Sitzen noch", sagte sie zufrieden und zeigte im Spiegel ihre kleine Zahnlücke.
Lotte dagegen tobte wie ein Wirbelwind durch alle Zimmer. In ihrer kurzen Latzhose sprang sie von der Küche ins Wohnzimmer, hüpfte auf ein Bett, guckte hinter jede Tür und rief: „Hier gibt es tausend Verstecke!" Ihr Schätzebeutel schwang an ihrer Seite hin und her, und in ihrem Kopf entstand schon der erste kleine Streich. Sie kicherte leise vor sich hin.
Papa breitete die Arme aus und atmete tief die frische Seeluft ein. [exhales] „Zwei ganze Wochen Schweden", sagte er glücklich. „Ich spüre schon, das wird der beste Sommer aller Zeiten."
Und das rote Haus am See schien ihm leise recht zu geben.
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