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Cover: Glimmerland und der Glimmerklinger

Belletristik

Glimmerland und der Glimmerklinger

Mit KI erzeugt
FantasyKinderAb 8 Jahrenca. 68 Min.

Als Juna mit ihrer gelben Regenjacke in eine funkelnde Pfütze tritt, fällt sie in eine Welt aus tausend kleinen Lichtern — Glimmerland! Gemeinsam mit dem frechen Knispelfuchs Fips entdeckt sie wunderlich benannte Tiere, drei geheimnisvolle Gilden und ein magisches Spielzeug, das viel mehr kann, als es auf den ersten Blick scheint. Doch dann beginnt Glimmerland plötzlich zu verblassen, und nur Juna ahnt, wie man es retten könnte.

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Die glitzernde Pfütze

Kapitel 1 von 1 · gesamt 0:00 / 4:05

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Tempo
Schlummer

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Zum Mitlesen: Die glitzernde Pfütze

Es regnete an diesem Nachmittag, als hätte der Himmel beschlossen, einmal richtig gründlich alles zu waschen. Die Tropfen trommelten auf die Dächer, sie kullerten die Fensterscheiben hinunter, und sie sammelten sich in kleinen Bächlein am Rand der Straße. Die meisten Kinder saßen längst zu Hause, drückten ihre Nasen an die Fenster und seufzten. Nur ein Mädchen stapfte fröhlich durch das graue Wetter, als wäre es das schönste Wetter der Welt.

Dieses Mädchen war Juna. Sie war neun Jahre alt, und ihre wuscheligen braunen Locken reichten ihr bis zu den Schultern, wo sie sich unter der Kapuze kringelten wie kleine Springfedern. Sie trug eine leuchtend gelbe Regenjacke, so gelb wie eine reife Zitrone, und darunter blitzte ein grüner Kapuzenpulli hervor. Über der Schulter baumelte ihre bunt geflickte Umhängetasche, und an ihren Füßen steckten zwei rote Turnschuhe, die schon ganz nass und glänzend waren. Wenn Juna lächelte, konnte man eine kleine Lücke zwischen ihren Vorderzähnen sehen. Und Juna lächelte fast immer, besonders dann, wenn es etwas zu entdecken gab.

An diesem Tag gab es sehr viel zu entdecken. Denn Juna liebte Pfützen. Sie liebte es, mit Anlauf hineinzuspringen und zu sehen, wie das Wasser in großen Fontänen nach allen Seiten spritzte. Sie war schon durch eine kleine, eine mittlere und eine riesengroße gesprungen, und ihre Turnschuhe machten bei jedem Schritt ein lustiges, quietschendes Geräusch. Doch dann bog Juna um eine Ecke, dorthin, wo eine schmale Gasse zwischen zwei alten Mauern verlief. Und da blieb sie plötzlich stehen.

Vor ihr lag eine Pfütze. Aber es war keine gewöhnliche Pfütze. Diese hier war nicht grau, nicht braun und auch nicht schlammig. Sie funkelte. Sie glitzerte und schimmerte, als hätte jemand tausend winzige Sterne hineingeschüttet. Rosa Lichter tanzten darin, goldene Pünktchen wirbelten umher, und ein sanftes, blaues Leuchten schien tief aus dem Grund heraufzusteigen. Der Regen fiel weiter, doch wo die Tropfen die Pfütze berührten, machten sie kein Platsch. Sie machten ein leises, silbernes Klingen, so fein wie ein Glöckchen.

[breathes] Juna hielt den Atem an. Sie beugte sich vor, und ihre Locken kitzelten ihre Wangen. „Was bist denn du für eine Pfütze?", flüsterte sie. Ganz vorsichtig streckte sie eine Hand aus, doch sie traute sich nicht, hineinzufassen. Stattdessen kniete sie sich hin und betrachtete das Funkeln aus der Nähe. Es sah aus, als würde die Pfütze sie ansehen und leise glucksen, so, als kenne sie ein wunderbares Geheimnis und könne es kaum erwarten, es zu verraten.

„Nur ein kleines bisschen", murmelte Juna. „Nur einmal antippen. Das schadet doch niemandem."

Und weil Juna ein Mädchen war, das noch nie einem Rätsel widerstehen konnte, streckte sie ihre rote Schuhspitze aus. Ganz langsam. Ganz sacht. Sie tippte mit der Zehe an den Rand des glitzernden Wassers.

In diesem Augenblick geschah etwas, mit dem Juna überhaupt nicht gerechnet hatte. Die Pfütze war nicht nass. Sie war nicht kalt. Und sie war auch nicht flach. Stattdessen öffnete sie sich unter Junas Schuh wie eine weiche, warme Wolke, und plötzlich hatte Juna keinen Boden mehr unter den Füßen. „Oh!", rief sie, und dann kippte sie kopfüber nach vorn, mitten hinein in das Funkeln.

Doch Juna fiel nicht so, wie man in ein tiefes Loch fällt. Sie schwebte. Sie wirbelte. Sie glitt durch einen Strudel aus rosa und goldenen und blauen Lichtern, die um sie herumtanzten wie fröhliche Glühwürmchen. Und statt zu erschrecken, fing Juna an zu kichern. [laughs] Sie lachte so laut, dass ihre Locken hinter ihr herflogen, während sie tiefer und tiefer und immer tiefer sank, dem Herzen des Funkelns entgegen.

Der Regen, die graue Gasse, die alten Mauern — all das lag längst hinter ihr. Vor ihr aber breitete sich etwas aus, das Juna in ihrem ganzen Leben noch nicht gesehen hatte. Ein Leuchten, so groß und so warm, dass es sie einlud, endlich hinzuschauen und zu staunen.

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