
Sachbuch
Detektiv Maxim und die Überfahrt der Zwerge — Das Rätsel vom Zwergenbrunnen an der Elster
Mit KI erzeugtAn einer Kirche in Crossen an der Elster steht ein seltsamer Brunnen — umgeben von kleinen Zwergenfiguren. Detektiv Maxim zückt sofort seine Lupe: Was hat es mit den Zwergen auf sich, und warum erzählen die Menschen hier seit Jahrhunderten von einer geheimnisvollen Überfahrt in der Nacht? Die Spur führt zurück zu einem mutigen Fährmann, einem uralten Fluss und einer Botschaft, die noch heute gilt.
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Titelsong
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Es gibt Tage, die schmecken nach Sommer, und dieser hier schmeckte nach Vanille und ein bisschen nach Schokolade. Ich saß auf einer warmen Steinstufe in einem kleinen Ort namens Crossen an der Elster, mitten in Thüringen, und hielt ein Eis in der Hand, das schneller schmolz, als ich schlecken konnte. Vor mir plätscherte irgendwo Wasser, hinter mir stand eine alte Kirche, deren Mauern die Sonne den ganzen Tag gespeichert hatten. Und über meinen Schuhen, auf dem heißen Pflaster, tanzten die Schatten der Blätter.
Vielleicht sollte ich mich kurz vorstellen. Mein Name ist Maxim, ich bin elf Jahre alt, und die meisten Leute nennen mich einfach Detektiv Maxim. Ich habe kurzes, dunkelbraunes Haar, das sich morgens nie entscheiden kann, in welche Richtung es fallen will, und ein paar Sommersprossen auf der Nase, die mir angeblich gut stehen, sagt jedenfalls meine Oma. Ich trage fast immer meinen sandfarbenen Trenchcoat, auch wenn es warm ist, weil in seinen Taschen wichtige Dinge stecken. Um den Hals hängt an einer Kordel meine kleine runde Lupe, hinterm Ohr klemmt ein Bleistift, und über der Schulter baumelt meine abgewetzte Umhängetasche mit dem Notizbuch. Denn wo ich bin, ist meistens auch ein Rätsel nicht weit.
An diesem Tag war ich zu Besuch bei meinen Großeltern. Opa saß neben mir, ein freundlicher Mann mit grauem, kurzem Haar und einer Brille, die er beim Erzählen gern nach oben schob. Seine karierte Strickjacke trug er sogar im Sommer, weil er sagte, ein Fluss kühle einen immer ein wenig ab. Oma stand ein Stück weiter, mit ihrem silbernen Haar zum Knoten gesteckt, in geblümter Bluse und bunter Sommerschürze, und lächelte, als hätte sie ein Geheimnis, das nur darauf wartete, gelüftet zu werden.
Und dann war da natürlich Nuss. Nuss ist mein bester Freund und ein Eichhörnchen. Er hat rotbraunes Fell, einen buschigen Schwanz, der immer ein bisschen zittert, und wache dunkle Knopfaugen, die nichts übersehen. Gerade in diesem Moment saß er auf meiner Schulter, schnupperte an meinem Eis und beschloss dann offenbar, dass es Wichtigeres zu tun gab.
Denn wenige Schritte von uns entfernt, im Schatten der Kirche, stand ein Brunnen. Nichts Außergewöhnliches, dachte ich zuerst, ein runder Steinbrunnen eben, wie man sie oft sieht. Doch dann sah ich genauer hin. Rund um den Brunnenrand standen kleine Figuren. Winzige Gestalten aus Stein, mit spitzen Mützen, dicken Bärten und ernsten kleinen Gesichtern. Zwerge. Ein ganzer Brunnen voller Zwerge, mitten in einem thüringischen Dorf.
Nuss war schneller als jeder Gedanke. In einem einzigen Satz sprang er von meiner Schulter, huschte über das warme Pflaster und kletterte flink am Brunnenrand hinauf. Dort setzte er sich zwischen zwei der kleinen Steinzwerge, richtete sein Schwänzchen auf und sah mich an, als wollte er sagen: Na komm schon, hier gibt es etwas zu untersuchen.
Ich stand auf, schob das letzte Stück Eis in den Mund und griff nach meiner Lupe. Vorsichtig beugte ich mich über den Rand. Die Zwerge waren mit viel Liebe gemacht, jeder ein bisschen anders, der eine breit grinsend, der andere nachdenklich, ein dritter, als würde er gerade etwas Schweres tragen. Zwischen ihnen glitzerte das Wasser in der Sonne.
Und da war sie, diese eine Frage, die sich in meinem Kopf festsetzte wie eine Klette an einer Wollsocke. [pauses] Warum ausgerechnet Zwerge? Warum stehen hier, an einer alten Kirche in Crossen an der Elster, kleine steinerne Zwerge um einen Brunnen? Wer hat sie aufgestellt, und vor allem: warum? Steckte dahinter nur eine hübsche Idee, oder erzählten diese Figuren eine Geschichte, die viel älter war, als ich ahnte?
Ich klappte mein Notizbuch auf und schrieb mit dem Bleistift ganz oben auf eine leere Seite: Der Fall vom Zwergenbrunnen. Dann drehte ich mich zu Opa und Oma um. Und an ihrem Lächeln erkannte ich sofort, dass ich mit meiner Frage genau die Richtigen gefragt hatte.
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