
Sachbuch
Detektiv Maxim und der Schimmelreiter vom Crossener Schlossberg — Das weiße Pferd im Abendnebel
Mit KI erzeugtAls Maxim in der letzten Ferienwoche in Crossen an der Elster ein Eis schleckt, reitet plötzlich eine Frau auf einem weißen Pferd den steilen Schlossberg herunter — und Opa flüstert, dass es hier eine alte Geschichte über genau so einen geheimnisvollen Reiter gibt. Soll auf dem Schlossberg wirklich ein Gespenst sein Unwesen treiben? Maxim zückt Lupe und Notizbuch, und sein Eichhörnchen Nuss stellt die Ohren auf.
Kostenlos reinhören: Eis, Elster und ein weißer Turm
Titelsong
Kapitel 1 von 2 · gesamt 0:00 / 5:12
Kapitel
So geht die Geschichte weiter …
Noch ca. 34 Minuten warten auf dich. Registrier dich kostenlos und hör diese und alle anderen Geschichten in voller Länge — ohne Abo, ohne Kreditkarte.
Kostenlos registrieren & weiterhörenZum Mitlesen: Eis, Elster und ein weißer Turm
Es gibt Tage, die schmecken nach Ferien. Dieser hier schmeckte nach Vanille und Erdbeere, und er roch nach warmem Pflaster, nach Fluss und ein bisschen nach frisch gemähtem Gras. Ich heiße Maxim, ich bin elf Jahre alt, und wenn du mich an jenem goldenen Spätsommertag gesehen hättest, dann wäre dir vielleicht mein sandfarbener Trenchcoat aufgefallen, der ein bisschen zu groß ist und beim Gehen um meine Beine schlackert. An einer Kordel um meinen Hals baumelt eine kleine runde Lupe, hinterm Ohr steckt ein Bleistift, und über der Schulter trage ich meine abgewetzte Umhängetasche, in der immer mein Notizbuch wartet. Denn ich bin, das musst du wissen, Detektiv. Genauer gesagt: Sagenforscher. Ich sammle alte Geschichten aus dem Holzland und schaue nach, was wirklich dahintersteckt.
An diesem Tag aber war ich erst einmal ganz normaler Ferienjunge. Es war die letzte Ferienwoche, und die verbrachte ich bei meinen Großeltern in Crossen an der Elster, einem kleinen, beschaulichen Ort in Thüringen, dort, wo die Weiße Elster einen weiten Bogen durch die Wiesen zieht. Wir schlenderten gemächlich durch die Straßen, Oma, Opa und ich, und mitten zwischen uns hüpfte Nuss. Nuss ist mein treuer Begleiter, ein kleines rotbraunes Eichhörnchen mit buschigem Schwanz, dunklen Knopfaugen und feinen Pinselohren. Er saß mal auf meiner Schulter, mal sauste er ein Stück voraus und wieder zurück, immer auf der Suche nach irgendetwas Fressbarem.
Oma ging in der Mitte, in ihrer geblümten Bluse und der Strickjacke, das weiße Haar ordentlich hochgesteckt. Opa trug seine Schiebermütze und die Hosenträger, und sein wettergegerbtes Gesicht lächelte in die Sonne, als könnte er den ganzen Nachmittag so weitergehen. „Ein Eis müsste jetzt sein", sagte er, und ich hätte ihn dafür fast umarmt, denn genau das hatte ich auch gedacht.
Das obligatorische Eis, verstehst du, das gehört bei uns einfach dazu. Ohne Eis kein richtiger Ferientag. Ich bekam eine Kugel Erdbeere und eine Kugel Vanille, und schon nach dem dritten Schritt begann die ganze Herrlichkeit in der Spätsommerwärme zu tropfen. Ich leckte hier, ich leckte da, ich drehte die Waffel wie ein Kapitän sein Steuerrad, und trotzdem lief mir ein rosa Tropfen über den Daumen. [laughs softly] Nuss beobachtete das Ganze mit großem Interesse, so als überlege er, ob Erdbeereis wohl etwas für Eichhörnchen sei.
Und genau in diesem Moment, während ich den Kopf in den Nacken legte, um den nächsten Tropfen abzufangen, fiel mein Blick nach oben. Ich blieb stehen. Das Eis war plötzlich Nebensache.
Denn hoch über dem Ort, über den Dächern, über der Weißen Elster, erhob sich ein Berg. Und auf diesem Berg thronte das Schloss zu Crossen, ruhig und stolz, als hätte es dort schon immer gestanden. Am auffälligsten war sein Turm. Ein hoher, heller, fast leuchtend weißer Turm, der weit über die Landschaft blickte und den man, so schien es, aus dem ganzen Umland sehen konnte. Die Nachmittagssonne legte sich auf sein Mauerwerk, und für einen Augenblick sah er aus wie aus einer alten Geschichte geschnitten.
„Schön, nicht wahr?", sagte Oma neben mir. „Der Schlossberg. Da oben waren früher schon die Ritter."
Ich nickte, aber in mir hatte es längst zu arbeiten begonnen. Ein weißer Turm, ein steiler Berg, ein Fluss, der sich unten silbern durch die Wiesen schlängelte. Das war genau die Art von Ort, an dem Sagen wachsen wie Moos zwischen den Steinen. [breathes] Ich spürte es förmlich in den Fingerspitzen: Hier gab es etwas zu entdecken. Nuss musste es auch gespürt haben, denn er stellte die Ohrpinsel auf und sah in dieselbe Richtung wie ich.
Ich wusste in diesem Moment noch nicht, worauf ich mich einließ. Ich wusste nur, dass mein Blick an diesem weißen Turm hängen blieb wie ein Tropfen an einer Waffel. Und dass ich das Gefühl hatte, der Berg da oben würde mir gleich ein Rätsel stellen. Ich sollte nicht lange darauf warten müssen.
… weiterlesen und weiterhören nach der kostenlosen Registrierung.
Oder erschaffe deine eigene Geschichte
Wie „Detektiv Maxim und der Schimmelreiter vom Crossener Schlossberg — Das weiße Pferd im Abendnebel“, nur ganz nach deinem Geschmack — du sagst, worauf du Lust hast, den Rest machen wir.