
Krimi
Der unsichtbare Kajak-Dieb auf der Saale
Mit KI erzeugtWenn in Rothenstein zwei Kajaks spurlos von der Saale verschwinden, ist das ein Fall für Benedikt, Louis, Alex und ihren Affen Ronny! Kein aufgebrochenes Schloss, keine Wasserspur, nur seltsame Rillen im Schlamm und ein einzelner nasser Schuhabdruck – der unsichtbare Dieb scheint mit den Booten einfach in Luft aufgegangen zu sein. Können die vier Freunde das Rätsel lösen, bevor noch mehr Kajaks verschwinden?
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Titelsong
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Kapitel
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Es gibt Tage, die riechen nach Ferien. Nach warmem Holz, nach Sonne auf den Blättern und nach dem kleinen Bach, der unten am Waldrand plätschert. Genau so ein Tag war es, als wir vier in unserer geheimen Waldhütte auf der Lichtung saßen und beschlossen, überhaupt nichts zu tun. Rein gar nichts. Und zwar den ganzen Tag lang.
Ich heiße Benedikt, und wenn ich ehrlich bin, kann ich das mit dem Nichtstun am allerwenigsten. Mein blondes Haar fiel mir mal wieder ins Gesicht, und in meiner Hosentasche steckte, wie immer, mein Notizbuch. Man weiß ja nie.
Neben mir lümmelte Louis auf der alten Bank, lang wie ein Zaunpfahl und der größte von uns allen. Er kaute an einem Grashalm und grinste. »Wisst ihr, was das Beste an einem faulen Tag ist?«, fragte er. »Man kann ihn nicht falsch machen.«
Alex verdrehte die Augen, aber er lächelte dabei. Er saß ganz ordentlich am Tisch und polierte mit einem winzigen Tuch sein Werkzeug-Etui, als wäre es ein Schatz. Für Alex war es das auch.
Und dann war da natürlich Ronny. Unser kleiner Affe mit dem pechschwarzen Fell hing kopfüber vom Dachbalken und trug wie immer sein viel zu großes rot-weißes Fußballtrikot, das ihm fast bis über die Knie reichte. Er beobachtete uns mit seinen klugen Augen, als hätte er längst einen Plan, von dem wir noch nichts ahnten.
»Also«, sagte ich und streckte mich, »heute passiert einfach mal gar nichts.«
Kaum hatte ich das ausgesprochen, hörten wir es. Zweige knackten. Schritte stapften. Und dann keuchte jemand so laut, als würde eine ganze Dampflok den Waldweg heraufschnaufen.
Die Tür flog auf, und da stand Wirt Pätzold. Rundlich, rotwangig, das schüttere graue Haar völlig zerzaust, und um den Bauch hatte er noch seine karierte Schürze gebunden. Er rang nach Luft und wischte sich mit den Händen an der Schürze ab, immer wieder, als könnte er damit seine Aufregung wegwischen.
»Kinder!«, stieß er hervor. »Ihr müsst mir helfen! Es ist … es ist eine Katastrophe!«
[sighs] Ich war sofort auf den Beinen und hatte mein Notizbuch schon in der Hand. »Setzen Sie sich erst mal, Herr Pätzold. Und dann erzählen Sie ganz von vorn.«
Er ließ sich auf die Bank plumpsen, dass es nur so ächzte. »Meine Kajaks«, jammerte er. »Von meinem Bootsverleih an der Saale. Zwei Stück sind über Nacht einfach verschwunden. Weg! Futsch! Und ich schwöre euch, gestern Abend lagen sie noch alle da.«
»Vielleicht sind sie schwimmen gegangen«, murmelte Louis. »So ganz ohne Sie. Kajaks brauchen halt auch mal Urlaub.«
Pätzold sah ihn mit großen Augen an, und ich musste mir ein Grinsen verkneifen. »Louis«, sagte ich streng, aber freundlich, und wandte mich wieder an den Wirt. »Was heißt, sie sind einfach weg? Wurde ein Schloss aufgebrochen? Haben Sie in der Nacht etwas gehört?«
»Das ist es ja!«, rief Pätzold und schlug sich die Hände vors Gesicht. »Nichts! Kein Krachen, kein Motor, kein Platschen. Nichts! Zwei Kajaks verschwinden lautlos, und keiner hat auch nur einen Mucks gehört. Das ist doch nicht mit rechten Dingen zugegangen!«
Ich schrieb schnell mit. Zwei Kajaks. Über Nacht. Kein Geräusch. Kein Schloss aufgebrochen. Schon während ich schrieb, kribbelte es in meinen Fingern. Denn genau das war die spannende Frage: Wie um alles in der Welt klaut man zwei Kajaks, ohne dass irgendjemand irgendetwas merkt?
[pauses] Und während ich noch grübelte, geschah das, was immer geschah, wenn Pätzold aufgeregt war und nicht aufpasste. Ronny huschte blitzschnell vom Balken herunter, angelte mit einer Pfote in die Tasche der karierten Schürze und zog ein dick belegtes Butterbrot heraus. Dann saß er wieder oben, kaute genüsslich und ließ die Beine baumeln.
»Ronny!«, riefen wir alle gleichzeitig.
Pätzold merkte gar nichts. Er sah mich nur flehend an. »Ihr helft mir doch, oder?«
Ich klappte mein Notizbuch zu und nickte. Der Fall der lautlosen Kajaks hatte gerade erst begonnen.
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