
Belletristik
Mathetilda und die Schatzkarte der sieben Inseln
Mit KI erzeugtAls Mathetilda in der alten Truhe des Hafenmanns Papa eine verblasste Karte mit sieben geheimnisvollen Inseln entdeckt, weiß sie sofort: Hier steckt ein Zahlenrätsel drin – und das will sie lösen! Zusammen mit ihrer klugen Katze Pfötchen bricht sie aufs glitzernde Meer auf, denn wer genau hinschaut und mutig rechnet, kann fast jedes Geheimnis knacken.
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Titelsong
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Kapitel
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Am Hafen roch es an diesem Morgen nach Salz und nach warmem Holz. Die Sonne stand schon hoch am Himmel und ließ das Wasser glitzern, als hätte jemand tausend kleine Sterne hineingestreut. Möwen riefen, Boote schaukelten sanft, und über allem lag dieses fröhliche Kribbeln, das nur ein richtig schöner Sommertag mit sich bringt.
Mitten in diesem Glitzern lief ein Mädchen den Steg entlang. Sie hieß Mathetilda und war sieben Jahre alt. Auf ihrem Kopf wippten zwei Pferdeschwänze, einer links und einer rechts, und ihre Augen blitzten neugierig wie zwei kleine Fragezeichen. Auf ihrem Lieblings-T-Shirt prangte ein geheimnisvolles Zeichen, das aussah wie ein kleines Tor mit zwei Beinen. Es war das Pi-Zeichen, und Mathetilda liebte es über alles.
Neben ihr trippelte eine kleine Katze mit weichem, grau-getigertem Fell. Ihre Pfoten waren weiß wie kleine Söckchen, ihre Augen leuchteten grün, und ihr Schwanz stand kerzengerade nach oben. Das war Pfötchen, Mathetildas beste Freundin und klügste Mitdenkerin.
„Guten Morgen, Papa!", rief Mathetilda.
Auf einer alten Kiste saß Papa, ein sehr großer Mann, fast zwei Meter groß, mit dunkelblonden Locken. Er trug ein verwaschenes T-Shirt und eine gemütliche Weste mit großen Taschen voller Werkstattkram. Am Hinterkopf schimmerte seine runde kahle Stelle, die Mathetilda liebevoll seinen „Hubschrauberlandeplatz" nannte. Papa lächelte, dass sich seine Augen zu zwei Fältchen zusammenzogen.
„Ah, Mathetilda! Und die kluge Pfötchen", sagte er. „Ihr kommt gerade recht. Ich räume meine alte Truhe aus, und die ist voller Krimskrams. Helft ihr mir?"
„Aber natürlich!", rief Mathetilda und kniete sich sofort davor.
Die Truhe war schwer und alt und roch nach Meer. Stück für Stück holten sie Dinge heraus. Da lag eine Muschel, so groß wie Mathetildas Hand. Da lag ein Knäuel altes Tauwerk, rau und knotig. Da lag ein verbeulter Blechbecher, ein rostiger Kompass und ein Stück glattes, blaues Glas.
Pfötchen steckte ihre Nase überall hinein und nieste einmal ganz laut vom Staub. „Hatschi!" Mathetilda musste lachen.
Doch dann, ganz unten in der Truhe, unter den Muscheln und dem Tauwerk, spürten Mathetildas Finger etwas anderes. Etwas Dünnes, etwas Raschelndes. Sie zog es vorsichtig heraus.
Es war eine Karte. Eine alte, verblasste Karte aus rauem Papier, an den Rändern schon ganz weich und gewellt. [breathes] Mathetilda hielt den Atem an.
Auf der Karte war das Meer gemalt, in blassem Blau. Und mitten im Meer lagen sieben kleine Inseln, wie Punkte in einer Reihe. Neben jeder Insel stand eine Zahl, klein und krakelig geschrieben.
„Oh", flüsterte Mathetilda. „Was ist das denn?"
Papa beugte sich vor. Seine Locken kitzelten fast das Papier. „Ach, die alte Karte", sagte er leise. „Die liegt schon ewig hier unten. Sieben Inseln und lauter Zahlen. Aber was die Zahlen bedeuten, das hat noch niemand herausgefunden."
„Niemand?", fragte Mathetilda mit großen Augen.
„Niemand", sagte Papa und schüttelte den Kopf. „Man sagt, die Karte führt zu einem Schatz. Aber es gibt kein Kreuz, kein X, gar nichts, das den Ort zeigt. Nur diese Zahlen. Viele haben es versucht. Alle haben aufgegeben." [sighs]
Mathetilda strich mit dem Finger über die Zahlen. Sie las sie leise vor. „Zwei … fünf … acht …" Ihr Herz begann schneller zu klopfen. Zahlen! Zahlen waren das Allerschönste auf der ganzen Welt. Und diese Zahlen hier flüsterten ihr etwas zu, ganz leise, wie ein Geheimnis.
Neben ihr richtete Pfötchen den Schwanz auf. Er stand jetzt kerzengerade nach oben, gebogen wie ein kleines Fragezeichen. Das tat Pfötchen immer, wenn eine gute Idee in der Luft lag.
Papa sah die beiden an und lächelte verschmitzt. Dann drückte er Mathetilda die Karte in die Hand. „Weißt du was?", sagte er und zwinkerte. „Ich glaube, wenn es irgendjemand schafft, dieses Rätsel zu lösen, dann bist du es. Nimm sie. Sie gehört jetzt dir."
Mathetilda hielt die Karte fest an sich gedrückt. In ihrem Kopf begann es schon zu rechnen. Zwei, fünf, acht … Da war ein Muster. Sie spürte es ganz genau. Und sie würde es finden.
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