
Sachbuch
Detektiv Maxim und das Graumännchen vom Mühlberg — Das Rätsel vom Schatz zwischen Tauchlitz und Silbitz
Mit KI erzeugtAm Lagerfeuer zwischen Tauchlitz und Silbitz flüstert Jugendwart René von einem grauen Erdmännchen, das im Mühlberg haust und Schätze bewacht — aber nur den Mutigen und Bescheidenen zeigt. Detektiv Maxim zückt sofort sein Notizbuch: Was steckt wirklich hinter dieser alten Schatzsage des Saale- und Elstertals? Mit seiner treuen Eichhörnchen-Partnerin Nuss begibt er sich auf Spurensuche zwischen Volkskunde, echten Bodenfunden und einem Geheimnis, das älter ist als jeder Goldfund.
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Titelsong
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Es gibt einen Abend im Jahr, auf den ich mich freue wie auf sonst kaum etwas. Das ist der Abend vor den Sommerferien, wenn wir alle zum Angelwochenende ans alte Anglerheim fahren. Es liegt ganz in der Nähe der Weißen Elster, an einem stillen Wasserlauf, den hier alle nur den Forstgraben nennen. Er zieht sich zwischen zwei Dörfern entlang, zwischen Tauchlitz und Silbitz, und wenn man leise genug ist, hört man das Wasser über die Steine glucksen, als würde es einem etwas erzählen wollen.
Ich heiße Maxim, und wenn du mich fragst, bin ich Detektiv. Kein besonders großer, das gebe ich zu, ich bin elf Jahre alt, und mein dunkelbraunes Haar steht meistens in alle Richtungen, egal wie oft ich es kämme. Aber ich habe eine Lupe an einer Kordel um den Hals, einen Bleistift hinterm Ohr und ein Notizbuch in meiner alten Umhängetasche. Und ich habe eine Nase für Rätsel. Über meinem karierten Hemd trage ich einen sandfarbenen Trenchcoat, der schon ein paar Abenteuer mitgemacht hat, und auf meiner Schulter sitzt Nuss.
Nuss ist ein Eichhörnchen. Ein kleines, flinkes Tier mit rotbraunem Fell und einem buschigen Schwanz, der wippt, wenn Nuss aufgeregt ist. Seine dunklen Knopfaugen entgehen fast nie etwas. An diesem Abend allerdings war Nuss vor allem müde. Es rollte sich auf meiner Schulter zusammen, drückte das warme Näschen an meinen Hals und beobachtete blinzelnd das Feuer.
Denn wir saßen um ein Lagerfeuer. Die Flammen knisterten und knackten, und immer wieder stoben kleine Funken nach oben, als wollten sie zu den Sternen aufsteigen und dort bleiben. Der Rauch roch nach Sommer, nach Harz und nach gerösteten Broten. Über uns wurde der Himmel langsam dunkelblau, und aus der Richtung der Weißen Elster kam eine kühle, feuchte Luft, die sich angenehm auf der Haut anfühlte.
Um das Feuer herum saßen viele Kinder auf Baumstämmen und alten Klappstühlen. Und in unserer Mitte saß René, unser Jugendwart. René ist ein kräftiger Mann um die vierzig, mit kurzem blondem Haar und einem sonnengebräunten Gesicht, das aussieht, als würde er die meiste Zeit draußen verbringen. Über seinem Dreitagebart lag ein feines Lächeln, und er trug wie immer seine olivgrüne Anglerweste mit den vielen Taschen. Um den Hals hing ihm eine Stirnlampe, die er an diesem Abend aber nicht anschaltete. Er wollte nur das Feuer als Licht.
[clears throat] René räusperte sich, und sofort wurden alle still. Er kann das. Er muss nicht laut werden, damit man ihm zuhört. Im Gegenteil, er wurde leiser, und gerade dadurch rückten alle ein Stückchen näher.
„Kennt ihr den Mühlberg?", fragte er, und seine Stimme klang plötzlich ernst und geheimnisvoll. „Den Hügel dort drüben, hinter den Feldern?"
Ein paar Kinder nickten. Ich zückte, ganz aus Gewohnheit, mein Notizbuch.
„Da erzählt man sich eine alte Geschichte", fuhr René fort. „Eine, die fast schon vergessen ist. Meine Großmutter hat sie mir noch erzählt, und die hatte sie von ihrer Großmutter." Er machte eine Pause, ließ das Feuer knistern und schaute in die Runde. „Im Mühlberg, so heißt es, wohnt ein Männchen. Ein kleines, graues Männchen. Man nennt es das Graumännchen. Es lebt tief in der Erde, zwischen Wurzeln und Steinen, und es hütet Schätze. Echte Schätze, sagt man. Gold und Silber und alte Münzen."
[pauses] Ich hörte, wie mehrere Kinder den Atem anhielten. Sogar Nuss hob den Kopf und spitzte die Ohren.
„Aber", sagte René, und hob dabei den Finger, „dieses Graumännchen zeigt seinen Schatz nicht jedem. Nur ganz bestimmten Menschen. Und wer es falsch anpackt, der geht nicht nur leer aus. Dem passieren seltsame Dinge."
Ich spürte, wie mir ein Kribbeln über den Rücken lief. Ein graues Männchen, verborgene Schätze, seltsame Bedingungen? Das war genau die Art von Rätsel, für die mein Detektivherz schlägt. Ich beugte mich vor, den Bleistift schon in der Hand, und wartete gespannt darauf, dass René weitererzählte.
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