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Cover: PauPau, Matt und die drei Reisefüchse

Belletristik

PauPau, Matt und die drei Reisefüchse

Mit KI erzeugt
KinderAb 6 Jahrenca. 38 Min.

Als eines Morgens das Gartentor offen steht und die drei kleinen Füchse spurlos verschwunden sind, hinterlassen sie nur eines: eine Postkarte vom Eiffelturm mit winzigen Pfotenabdrücken. PauPau, Matt und ihr Papa Dadsie packen die Koffer und machen sich auf eine abenteuerliche Reise von Paris bis in die ägyptische Wüste – denn diese Füchse haben offenbar einen Plan.

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Das offene Gartentor

Kapitel 1 von 1 · gesamt 0:00 / 6:17

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Tempo
Schlummer

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Zum Mitlesen: Das offene Gartentor

Es war ein ganz gewöhnlicher Sommermorgen am Waldrand. Die Sonne kletterte langsam über die Baumwipfel, und das Gras war noch nass vom Tau. In einem kleinen Haus mit blauen Fensterläden wohnte eine Familie, die drei kleine Pflegefüchse großzog. Die Füchse hatten weiche, rotbraune Felle, runde Ohren und Schwänze so flauschig wie Federbüsche. Jeden Morgen warteten sie am Gartentor auf ihr Frühstück. Doch an diesem Morgen war etwas anders. Ganz anders. Als Erste kam PauPau in den Garten gelaufen. PauPau war neun Jahre alt, hatte blonde Haare zu einem festen Zopf geflochten und Gummistiefel, die noch viel zu groß waren. In den Händen trug sie eine Schüssel mit Fuchsfutter. Guten Morgen, ihr drei kleinen Schlawiner! Das Frühstück ist fertig! Wer kommt als Erster? Aber niemand kam. Kein Rascheln im Gebüsch. Kein Tappen kleiner Pfoten. Kein freudiges Fiepen. PauPau blieb stehen und runzelte die Stirn. Das ist seltsam. Sonst seid ihr immer schon da, bevor ich überhaupt die Tür aufmache. Hallo? Wo steckt ihr denn? Da entdeckte sie es. Das Gartentor stand sperrangelweit offen und schaukelte ganz leise im Wind hin und her. Und der kleine Stall, in dem die Füchse schliefen, war leer. Das weiche Stroh lag noch warm da, aber von den drei Füchsen fehlte jede Spur. Oh nein. Oh nein, oh nein. Das Tor ist offen! Matt! Papa! Kommt schnell! Die Füchse sind weg! Im Nu kam Matt aus dem Haus gestürmt. Matt war sieben Jahre alt, die kleine Schwester, und trug ihr blondes Haar zu zwei Pferdeschwänzen, links und rechts. Ihr Schlafanzug war noch ganz zerknittert, und an den Füßen hatte sie nur einen Socken. Was ist los? Wo sind sie? Wo sind meine Füchse? Sie sind nicht im Stall, Matt. Und schau, das Tor steht offen. Sie müssen heute Nacht hinausgelaufen sein. Aber das geht doch nicht! Die laufen doch nicht einfach weg. Die mögen uns! Besonders mich! Matt kniete sich ins nasse Gras und suchte unter dem Busch, hinter der Gießkanne und sogar in dem alten Blumentopf, in dem niemals ein Fuchs Platz gehabt hätte. Ihre Augen wurden ganz glänzig. Findus! Schnuffel! Kleiner Pinsel! Bitte kommt raus. Das ist kein lustiges Versteckspiel mehr. Da öffnete sich die Haustür ein zweites Mal, und ein sehr großer Schatten fiel über den Gartenweg. Es war Dadsie, der Papa der Mädchen. Er war beinahe zwei Meter groß, hatte dunkelblonde, leicht gelockte Haare und trug seine Gitarre über der Schulter, so wie fast jeden Morgen. Mit einem Schritt war er bei seinen Töchtern. Na, was ist denn hier für ein Aufruhr so früh am Morgen? Ich habe bis ins Bad gehört, wie ihr ruft. Papa, die Füchse sind verschwunden. Das Gartentor war offen, und der Stall ist leer. Hmm. Offenes Tor, leerer Stall. Keine Sorge, ihr beiden. Wir bleiben ruhig und wir schauen uns alles ganz genau an. Ein guter Spurensucher rennt nicht herum, ein guter Spurensucher schaut. Also, was sehen wir? Dadsie ging in die Hocke, was bei seiner Größe aussah, als würde sich ein Baum bücken. Er strich mit der Hand über die Türschwelle. Und plötzlich hielt er inne. Moment mal. Was liegt denn hier auf der Schwelle? Das ist eine Karte! So eine bunte! Lass sehen, lass sehen! Dadsie hob eine glänzende Postkarte auf. Auf der Vorderseite leuchtete ein großer, eiserner Turm vor einem rosa Abendhimmel. PauPau beugte sich vor, ihr Zopf rutschte über die Schulter. Das ist der Eiffelturm! Den kenne ich aus meinem Atlas. Der steht in Paris, ganz weit weg, in Frankreich. Und schau mal, da unten! Da sind kleine Abdrücke! Ganz winzige! Tatsächlich. Über die ganze Postkarte verteilt waren winzige Abdrücke, sternförmig und klein, als hätte jemand mit feuchten Pfötchen darübergetapst. Drei verschiedene Größen. Drei kleine Füchse. Na so etwas. Das sind Pfotenabdrücke. Drei Paar, würde ich sagen. Papa, das bedeutet... die Füchse sind nicht einfach im Wald. Die haben uns eine Karte hinterlassen. Vom Eiffelturm! Wollen sie etwa, dass wir ihnen folgen? Nach Paris? So ein kleiner Fuchs kann doch gar nicht nach Paris laufen! Das, meine Neugiernase, ist genau das Rätsel. Aber eines ist sicher: Drei Füchse, die Postkarten verschicken, das ist kein gewöhnliches Verschwinden. Das ist ein Geheimnis. PauPau drehte die Karte um und um. Matt hüpfte schon wieder auf einem Bein, halb aufgeregt, halb traurig. Und Dadsie strich sich nachdenklich über das Kinn und sah seine Töchter an. Papa, wir müssen ihnen nach. Wir können sie doch nicht einfach allein in der Welt herumreisen lassen. Bitte, bitte, bitte! Ich vermisse sie jetzt schon. Lass uns die Füchse suchen gehen! Also gut. Aber wenn wir das machen, dann machen wir es richtig. Als Team. Wir sagen Mama Bescheid, wir packen unsere Sachen, und dann folgen wir der Spur dieser drei Schlawiner. Wer ist dabei? Ich bin dabei! Ich auch! Und mein einer Socken auch! Und so begann an diesem ganz gewöhnlichen Sommermorgen etwas ganz und gar Ungewöhnliches. Das Gartentor schaukelte noch immer leise im Wind. Doch in den Herzen der drei stand schon längst etwas Größeres offen: die Tür zu einem großen Abenteuer, das sie quer um die ganze Welt führen sollte. Es war Zeit, die Koffer zu packen.

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